Als ich vor einigen Jahren eines Morgens mit einem dicken Hals aufwachte, wusste ich, dass mir mein Körper endgültig ein ganz klares Signal geschickt hatte!

 

Ich kündigte kurz darauf meinen Job und fing an, endlich auf meinen Körper und meine Träume zu hören.  Denn die Autoimmunkrankheit Hashimoto hatte mir mit ihren Panikattacken, Angstzuständen, Darmbeschwerden und einem Zustand, der sich anfühlte, als ob ich in einer Seifenblase leben würde, fast die ersten 35 Jahre meines Lebens geraubt und es reichte!

 

Hashimoto hatte mir mit seinen Panikattacken, Angstzuständen, Darmbeschwerden fast die ersten 35 Jahre meines Lebens geraubt und es reichte!

 

Es war ein langer, harter Weg für mich und meinen Körper.  Aber jetzt endlich lebe ich mein Leben! Auch weil ich endlich das tue, was ich liebe: Fotografieren.

 

Und etwas mache, das mit meiner Krankheit vereinbar ist und mit meinen Werten übereinstimmt: anderen zu helfen, sich selbst schön zu finden!

 

Seit ich Fotografin bin, durfte ich nun schon mehr als 200 Frauen fotografieren.

Gefühlsmäßig hat jede zweite davon Probleme mit der Schilddrüse, oder zumindest ein Thema damit. Sehr oft ist es dann auch Hashimoto – eine wirklich fiese Autoimmunerkrankung, die dich komplett aus der Balance bringen kann.

 

Warum ich das weiß?

 

Weil ich selber Hashimoto habe und das wahrscheinlich schon mein Leben lang.

 

Soweit ich mich zurück erinnern kann, war mir schon immer leicht übel, so als ob du etwas Schlechtes gegessen hast.

 

Jetzt nicht kotzübel, so als ob du die Keramikschüssel gleich besuchen musst. Aber einfach so ein generelles, flaues Unwohlsein, wie wenn  kranke Schmetterlinge im Magen wohnen würden.

 

Für mich war das aber schon richtig normal.

 

Wie wenn kranke Schmetterlinge im Magen wohnen würden.

 

Und auch, dass ich sehr leicht nervös, beziehungsweise teilweise auch wirklich ängstlich war.  Da wirst du halt einfach schnell mal als Angsthaserl abgestempelt und du bist halt schnell mal in einer Schublade drinnen.

 

Und du bist halt total hilflos! Aber nicht nur du selber sondern auch deine Umgebung.

 

Meinen ersten massiven Angstzustand hatte ich im Volksschulalter, als ich einfach eine ungebändigte Angst davor hatte, am nächsten Tag in die Schule zu gehen.  Also damals wusste ich natürlich noch nicht, was das war.

 

Es war einfach ein Horrorgefühl.

 

Ich hatte einfach nur Angst, konnte aber nicht genau beschreiben wovor oder wieso.  Irgendwie war ich total gelähmt. So als ob du in einem Horrormovie in einem Geisterschloss bist und es spukt um dich herum und du weißt nicht wo es herkommt.

 

So war mein Körper halt das Schloss, in dem es spukte.

 

Im späteren Leben habe ich dann richtige Panikattacken entwickelt.  Meistens kamen sie in Stresssituationen oder bei großen Menschenmengen.

 

Und ganz besonders „toll“ – Achtung Sarkasmus 😉 – war die Tatsache, dass ich einfach kaum etwas so genießen konnte.

 

Ich war ständig müde, hatte ein flaues Gefühl im Magen, nervös. Und hatte irgendwie immer Angst, dass mich diese Panik jederzeit einholen könnte. Denn die kam scheinbar, immer von nirgendwoher.

 

Bis es nicht mehr nur Panik war, sondern auch so ein Gefühl, in einer Seifenblase zu leben.  So als ob dichter Nebel um dich herum ist. Und du bist aber ohne Nebellicht unterwegs,…

 

Brainfog – so als ob du in einer Seifenblase leben würdest.

 

Das alles war für mich dann aber irgendwie einfach schon Teil meines Lebens.

 

Einen Teil den ich super gut verstecken konnte, weil es mir so unangenehm war.

 

Ich habe aber vielleicht nicht gezeigt, dass ich vor innerer Nervosität voll gezittert habe, mir ständig schlecht war und ich total müde war. Dafür war ich ziemlich leicht reizbar, ungeduldig, aufbrausend.

 

Ich war ein kleiner feuerspeiender Drache.

 

Also habe ich es vielleicht doch nicht so gut versteckt, haha, sondern nur mit anderen Symptomen verdeckt.

Wenn ich mich dann doch mal getraut habe, darüber zu sprechen, wurde mir immer nur gesagt, ich soll mich zusammenreißen, Sport machen, einfach ruhig bleiben und gesünder essen.

 

Es war dann eher Zufall, als ich Anfang 20 bei einer Vorsorgeuntersuchung dem Hausarzt meiner Mutter von meinen Seifenblasen – Dasein- und Angstzuständen erzählte.

 

Und endlich mal ernst genommen wurde.  WOW – was für eine Erleichterung!

 

Da waren doch tatsächlich meine Hormone komplett durcheinandergeraten, und es wurde eine Unterfunktion der Schilddrüse diagnostiziert.

Oh, was für ein Gefühl, endlich zu wissen, dass da wirklich was nicht stimmt und nicht ICH als Karin daran schuld bin, weil ich einfach zu empfindlich bin.

 

Denn diese Gedanken hatte ich dann ja schon, dass ich selber schuld bin, wenn ich doch nur nicht so empfindlich wäre.

 

Nach der Untersuchung hatte ich zwar nun eine Diagnose, aber das wars dann eigentlich auch schon.

 

Ich bekam Euthyrox (synthetische Schilddrüsenhormone) verschrieben. 2x im Jahr eine 5 Minuten Untersuchung mit Blutabnahme und der Frage, ob ich zugenommen hätte, und das wars.

Gings mir damit besser?

 

Ganz ehrlich?  Nein.

 

Ich hatte zwar anfangs die Erleichterung, dass die Attacken, die Übelkeit, das generelle Unwohlsein nicht aus meiner Seele, meinem Ich kommt, aber besser ging es mir nicht wirklich.  Meine Blutwerte waren zwar ein bisschen besser, aber nicht berauschend.

 

So habe ich mich dann 15 Jahre lang weiter mit den Symptomen herumgeschlagen.  Und es kamen dann einfach noch zahlreiche weitere wie regelmäßige Kopfschmerzen, Durchfall, Taubheitsgefühl in den kleinen Zehen und vieles mehr dazu.

 

Irgendwann raffte ich mich dann zwar mal auf, um einige schulmedizinische Allergietests zu machen, wo außer Pollen etc anfangs nie was raus kam.

 

Und ich habe auch einige alternativmedizinische Unverträglichkeitstests gemacht, bei denen immer dasselbe rauskam: Milch, Weizen & Getreide, Eier.

 

„Puh, so ein Blödsinn“, habe ich mir damals gedacht.  Wie soll denn das gehen, was soll ich denn da noch essen?

 

Und habe halt brav so weitergegessen mit Nudeln, Käse, Eierspeise etc.

 

Und dann kam das Herz dazu!

 

Zuerst ganz schleichend, manchmal einfach als verstärktes Herzklopfen, dann wieder als richtiges Herzrasen. Manchmal mitten in der Nacht, oft nach dem Essen.

 

Bis dies dann zu richtigen „Herzstolperern“ wurde.

 

Dann habe ich echt begonnen, meine Diagnose mal richtig zu hinterfragen und zu recherchieren.  Bettelte meinen Hausarzt schon fast an, mir Überweisungen fürs Allergielabor zu schreiben, um noch weitere Tests zu machen.

 

Einer davon war dann ganz eindeutig: Fructose Intoleranz.  Nun hatte ich auch endlich eine Erklärung dafür, warum ich Obst nie wirklich mochte und mir beim Anblick einer braunen Banane richtiggehend übel wurde.

 

Und ich habe auch begonnen, ganz aktiv Ärzte zu suchen, die sich mit der Schilddrüse gut auskennen.

 

Krieg im eigenen Körper

 

Bis ich dann durch einen dieser neuen Ärzte endlich mal draufgekommen bin, dass ich nicht einfach nur eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) hatte.  Sondern Hashimoto Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung, wo der eigene Körper die Schilddrüse als Fremdkörper ansieht, diese angreift und somit zerstört.

 

Also führt der Körper sozusagen Krieg gegen sich selbst.  Und ich habe ihm auch noch entsprechende Waffen geliefert!

 

Und diese Waffen heißen Gluten und Casein.

Nachdem ich mich mit zig Büchern zum Thema Hashimoto (die es zum Glück ja mittlerweile gibt!) und Autoimmunerkrankung eingedeckt hatte, sah ich langsam Licht am Ende des Tunnels.

 

Licht am Ende des Tunnels

 

Ein immer wiederkehrendes Thema aller Bücher von ExpertInnen und Betroffenen war immer das Thema Ernährung.

 

Gluten, also das Klebereiweiß in Getreide wie Weizen, Roggen etc, sowie auch übrigens das Casein in Milch, hat chemisch gesehen eine sehr ähnliche Struktur wie die Schilddrüse. Aufgrund der Ähnlichkeit stimulieren die Gluten-Antikörper auch Antikörper gegen die Schilddrüse, und der Körper attackiert dann das Gluten und die Schilddrüse.

 

Somit habe ich jedes Mal, wenn ich etwas Glutenhaltiges gegessen habe, meinem Körper immer weiter Waffennahrung zugesteckt.

 

Nach langer Recherche bin ich dann endlich auf eine ganz wunderbare Ärztin und Expertin gestoßen und hatte das Glück, gemeinsam mit ihr einen Behandlungsplan zu entwickeln.

 

Dieser umfasste einige Nahrungsergänzungsmittel, Kräuter, eine Darmsanierung,  das Entfernen meiner Amalganfüllungen, Nahrungsumstellung.

 

Und letztendlich, nachdem mein Körper endlich dafür bereit war, die Umstellung auf natürliche Schilddrüsenmedikamente.  Wobei mein erster Versuch von synthetischen Hormonen auf natürliche Extrakte von der Schweineschilddrüse umzustellen, komplett nach hinten losging.

 

Herzrasen als ob es gleich explodieren würden.

 

Obwohl ich meinen Körper schon mehr als 1 Jahr mit Vitaminen, Mineralien, Aminosäuren und der für mich richtigen Ernährung auf Vordermann gebracht hatte, klappte der erste Versuch mit natürlichen Schilddrüsenextrakten nicht.

Ich hatte zwar mit einer sehr kleinen Dosis begonnen, musste jedoch gleich am 2. Tag aufgeben, denn mein Herz raste wie noch nie.  Mein Blutdruck war fast 200/120, ein absoluter Wahnsinn. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich sonst immer einen ganz normalen, eher niedrigen Blutdruck habe.

 

Somit gings dann wieder zurück zum Start, oder so hat es sich zu mindestens angefühlt.

 

Nach weiteren 15 Monaten, die ich mit Darmsanierung und Amalganentfernung mit anschließender Ausleitung und Entgiftung verbracht hatte, klappte der 2. Versuch, und ich konnte langsam die natürlichen Schilddrüsenextrakte steigern und die Thyrex ausschleichen lassen und schließlich ganz absetzen.

Es war ein langer, steiniger Weg, der noch nicht zu Ende ist, aber ich kann sagen, dass es mir mittlerweile endlich gut geht.

 

Ich kann Urlaube genießen, ohne ständig Angst vor Übelkeit oder Panikattacken zu haben.

 

Ich verstecke mich nicht mehr vor Menschen, um meine Angstzustände zu verbergen.

 

Ich genieße das Essen wieder und ernähre mich gerne gesund und vollwertig.

 

Ich fühle mich wacher, kreativer und positiver.

 

Ich lebe endlich mein Leben und tue auch beruflich das, was ich gern tue und liebe.

 

Gibt es immer wieder Rückschläge?

Klar!

 

Stress, über längere Zeit bestimmte Vitamine auslassen, (zuviel) Gluten & Casein essen.

 

Der Weg mit natürlichen Schilddrüsenmedikamenten ist vielleicht nicht für jeden.  Vor allem weil es auch eine finanzielle Frage ist.  Denn diese Medikamente kosten ca. 1.000,- im Jahr und werden natürlich nicht (hört ihr meinen frustrierten Sarkasmus? 😉 ) von einer österreichischen Krankenkasse oder Versicherung übernommen.

 

Es ist auch nicht einfach, einen ganzheitlichen Mediziner zu finden, der oder die sich wirklich gut mit Hashimoto auskennt. Zum Glück werden es aber immer mehr, und es gibt mittlerweile auch sehr viele, sehr gute Bücher darüber.

 

Dein Weg muss, und wird nicht genau der gleiche sein wie meiner.

 

Wenn ich dir aber mit meiner Geschichte auch nur ein bisschen helfen, und vor allem auch Mut machen konnte, dann hat es sich schon gelohnt, dass ich meinen persönlichen Leidensweg erzählt habe.

 

Denn glaub mir, es hat mich schon auch einiges an Überwindung und Mut gekostet.

 

Den ich wahrscheinlich vor ein paar Jahren noch nicht gehabt hätte,… 😉

 

Ich wünsche dir ganz viel Gesundheit, Motivation und vor allem auch Durchhaltevermögen.  Und freue mich, wenn meine Tipps dir dabei helfen!

 

Alles Liebe, deine Karin

 

Tipp 1 – Bücher

 

Informiere dich selbst, und zwar anhand professioneller Bücher und verlässlicher Quellen.

 

Es gibt mittlerweile zahlreiche Bücher zum Thema Hashimoto und Autoimmunerkrankung. Was ja an sich echt super ist, aber es sind halt auch einige dabei, nun ja, die nicht ganz so professionell oder auch glaubwürdig sind.  Daher habe ich hier nur meine Lieblingsbücher gelistet.

 

Dies sind Bücher, die ich selber verschlungen habe und welche ich leicht zu lesen fand, gut verständlich waren, und eindeutig von Expertinnen mit viel Erfahrung geschrieben wurden.

 

 

Meine Büchertipps für dich:

Hashimoto im Griff von Izabella Wentz

 

Autoimmunerkrankungen erfolgreich behandeln von Dr. Susan Blum

 

Die Autoimmun-Lösung von Dr. Amy Myers

 

Hashimoto Healing von Dr. Berndt Rieger

 

Dieses Buch ist schon etwas komplizierter, aber sehr hilfreich, wenn du mehr ins Detail gehen magst:

Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto anders behandeln von Dr. Datis Kharrazian

 

Ein wichtiges Thema ist auch Jod, sehr umstritten, daher mach dir einfach deine eigene Meinung davon.  Gute Bücher hierzu sind:

Jod Krise von Lynne Farrow

 

Jod – Schlüssel zur Gesundheit von Kyra Kauffmann & Sascha Kauffmann

 

Wenn du dich mehr mit dem Thema natürliche Schilddrüsenhormone (NDT) auseinandersetzen möchtest, ist dies der beste Platz dafür, inklusive zugehörigem Buch.

Für die Schilddrüse, gegen den Starrsinn von Janie A Bowthorpe, M.Ed.

 

Stop the Thyroid Madness

 

 

 

Tipp 2 – mit anderen Betroffenen austauschen

 

Dazu gibt es mittlerweile einige Selbsthilfegruppen bzw. gerade auch auf Facebook ganz tolle Gruppen.

 

FB Gruppe zum Thema Jod

 

FB Gruppe zum Thema Hashimoto Thyreoiditis

 

FB Gruppe Hashimoto Österreich

 

FB Gruppe Natürliche Schilddrüsenhormone (NDT) bei Hashimoto und SD-Unterfunktion

 

Tipp 3 – die richtigen Ärzte

 

Vielleicht hast du ja bereits eine gute Hausärztin oder einen erfahrenen Schilddrüsenexperten.  Falls nicht, oder falls du einfach noch bessere Unterstützung haben möchtest, dies ist eine kleine Liste von Ärzten, die sich gut mit Hashimoto und Autoimmunkrankheiten auskennen.

 

Ich selber kenne nicht alle hier aufgelisteten Ärzte persönlich, aber sie werden in den Selbsthilfe Gruppen immer wieder als gut und hilfreich empfohlen.

 

Generell empfehle ich, bzw. habe ich selber nur mehr Ärzte, die ganzheitlich und nicht nur streng schulmedizinisch arbeiten.

 

Aber das ist meine persönliche Meinung und Erfahrung. Ich fühle mich einfach sehr wohl und gut aufgehoben bei Ärzten, die den Körper, Geist und Seele als Gesamtwerk ansehen.

 

Und nicht nur synthetische Medikamente und Eingriffe vornehmen, sondern mit dem Körper und der Natur arbeiten.  Sei es jetzt TCM, TEM, Akupunktur und ähnliches.

 

https://drkochs.de/

https://www.immuntherapie.at/

http://www.energiemedizin-musil.at/

http://www.purpur-praxisgemeinschaft.at/

http://www.dr-moucka.at/kontakt.html

www.praxis-schaufler.at

http://www.formen-der-erschoepfung.de/

 

 

 


Inspirationen, Gedanken & Impulse rund um Achtsamkeit, Fotografie & Glück.

 

Als besonderes Welcome Gift erhältst du das gratis eBook "7 Tipps um auf Fotos unwiderstehlich auszusehen".

Sei dabei und probiers einfach aus!

Vielen Dank für dein Interesse! Bitte bestätige noch deine Anmeldung über die Option in der E-mail welche in Kürze in deine Inbox flattert, danke. PS: Solltest du in 10 Minuten noch immer keine email erhalten haben, dann schau bitte mal in deinen Junk oder Spam Folder. Wenn dort auch nichts ist, schick mir einfach eine email an info@karinahamerphotography.com